Leben nach dem Tod – Existiert das Jenseits?

Leben nach dem Tod – Wunschvorstellung oder spirituelle Realität?

Das irdische Leben eines jeden einzelnen Menschen endet irgendwann. Der einstige Körper der Person verwest und zersetzt sich und wird wieder Bestandteil des Kreislaufs der Resourcen der Erde. Aber was geschieht mit dem Menschen an sich? Mit seinem Charakter, seiner Persönlichkeit, mit dem, was ihn überhaupt erst zu einem Menschen gemacht hat, mit seiner Seele? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Existiert eine jenseitige Welt, in der wir alle nach dem Tod weiterleben?

Ich denke, dass sich schon jeder mit dieser Frage auseinandergesetzt hat. Zweifelsohne aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Und dennoch wird sich jedes menschliche Wesen früher oder später mit der Frage nach einem Leben nach dem Tod konfrontriert sehen. Irgendwann beginnt man darüber nachzudenken ob mit dem Tod wirklick alles endet, die eigene Existenz für immer verlischt und in der Unendlichkeit des Raum-Zeit-Kontinuums verloren geht. Oder aber, ob die Persönlichkeit, das Individuum erhalten bleibt und in  einer jenseitigen, zumindest aber andersartigen Welt weiter existiert. Gibt es also ein Leben nach dem Tod?

Berichte von Menschen, die klinisch tot waren, weisen auf eine jenseitige Welt und  auf ein Leben nach dem Tod hin.

Viele Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit wie zum Beispiel einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Hirnhautenzündug bereits einmal gestorben waren, dann aber wieder in das irdische Leben zurückgeholt werden konnten, berichten von Ereignissen, Bilder und Vorkommnissen, welche auf ein Leben nach dem Tod schließen lassen.

Und diese Erfahrungen wiederholen sich und vor allem gleichen sie sich. Zwar erlebt jede Person das Geschehen nach dem Tod individuell. Und dennoch ähnelt die eine Nahtoderfahrung der Nahtoderfahrung einer ganz anderen Person, selbst wenn letztere aus einem ganz anderen Kulturkreis stammt.

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Es gibt Elemente, die in beinahe jedem Bericht über eine Nahtoderfahrung vorkommen. Das für sich alleine genommen ist schon ein Indiz für ein Leben nach dem Tod. Schließlich ist es relativ unwahrscheinlich, dass alle Menschen, die dem Tod schon einmal so nahe waren, die gleiche Halluzination erleben.

Wiederkehrende Elemente im Erleben des Lebens nach dem Tod

Wie schon erwähnt gibt es stets wiederkehrende Beschreibungen der erlebten Ereignisse bei einem zeitlich begrenzten Übergang in das Leben nach dem Tod. So berichten viele Betroffene von einer Loslösung von ihrem psychischen Körper. Meistens schweben sie über dem aktuellen Geschehen, beispielsweise an der Decke eines OP-Saals oder über dem Ereignisort eines Unfalls. Von dort bekommen sie trotz ihrer körperlosen Existenz mit, was Retter oder Ärtze reden, welche Gerätschaften zum Einsatz kommen. Sie sehen sich selber bzw. ihren psychischen Körper und verspüren oft ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit und Zeitlosigkeit.

Gelegentlich berichten Menschen, die dem Tod sehr nahe waren und diese außerkörperliche Erfahrung gemacht haben sogar, dass sie die Gedanken jeder einzelnen, anwesenden Person wahrnehmen konnten.

Oft treten die Verstorbenen nach kurzer Zeit in eine Art Tunnel ein, an dessen Ende ein grelles, aber wunderschönes und bedingungslose Liebe aussendendes Licht erstrahlt. Es verspricht absolute Geborgenheit. Viele Betroffene sagen, dass in der menschlichen Sprache keine Wörter existieren um dieses Erleben, um dieses Licht, diese Liebe, diesen kurzen Einblick in das Leben nach dem Tod würdig und befriedigend beschreiben zu können. Einige von ihnen wünschen sich nach ihrer Rückkehr nichts sehnlicher als an diesen Ort zurück zu gelangen. Selten kommt es in diesem Zusammenhang zu versuchten Suiziden. Vielen Betroffenen wird bewusst, dass sie noch eine Aufgabe im Diesseits haben. Sie noch im irdischen Leben gebraucht werden. Das erlebte macht sie oft zu anderen Menschen.

Viele Personen, die bereits klinisch Tod waren, und somit einem eventuellen Leben nach dem Tod näher waren als sonst ein Mensch, erwähnen ein surrendes Geräusch während sie aus ihrem leiblichen Körper hinaus gesogen werden. Gelegentlich treffen sie auf bereits verstorbene Verwandte, die sie herzlich empfangen und dann in die Anderswelt, in das Jenseits begleiten und mit ihnen über ihr Leben und eventuell auch noch über die vor ihnen liegenden Aufgaben sprechen. Sie werden für einen zeitlosen Moment Teil einer wundervollen Welt, in der Gesundheit, Liebe, Frieden, Freude und absolute Glückseligkeit vorherrschen. Doch irgendwann gelangen die Betroffenen an eine Grenze und sie werden entweder vor die Entscheidung gestellt, diese Grenze in das Leben nach dem Tod unumkehrbar zu überschreiten oder ins irdische Leben zurück zu kehren, oder aber ihnen wird die irdische Weiterexistenz und die Erfüllung ihrer noch bevorstehenden Aufgaben auferlegt, ohne das die Betroffenen selbst eine Wahlmöglichkeit haben.

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Wissenschaftliche Erklärungsversuche für das Phänomen „Leben nach dem Tod“

Sowohl Skeptiker wie auch einige Wissenschaftler versuchen ein Leben nach dem Tod zu dementieren. Beispielsweise machen sie für den beschriebenen Tunneleffekt Sauerstoffmangel und einen darauf beruhenden Durchblutungsmangel des Sehnervs bzw. der Netzhaut verantwortlich. Von außen nach innen wird die Netzhaut immer unempfindlicher für Licht, so dass bei dem Betroffenen diese visuelle Tunnelhaluzination entstehen muss.

Die Ausschüttung von köpereigenen Endorphinen soll das überragende Gefühl der Geborgenheit, der Liebe, Wärme und des Friedens bei dem Sterbenden bewirken, so dass dieses Gefühl nach Meinung einiger Wissenschaftler und Ärzte nicht auf ein Leben nach dem Tod zurückzuführen ist. Dennoch bleiben die Gelehrten die Erklärung schuldig, wie klinisch tote Personen ohne feststellbarer Gehirnaktivität überhaupt noch durch rein physiologische Reaktionen beeinflusst werden können. Wenn das EEG eine Nulllinie zeigt, ist das menschliche Gehirn nicht mehr empfindungsfähig.

Ähnliches wird über die vermeindliche Abspaltung der Seele vom Körper berichtet. Hierbei handelt es sich nach der Ansicht einiger Experten nicht um die Loslösung des unsterblichen, feinstofflichen Körpers von dem sterbenden grobstofflichen Körper, sondern vielmehr um eine weitere, ganz normale und erklärbare Reaktion des menschlichen Gehirns auf den Stress des Sterbens. Aber auch bei diesem Punkt erklären sie nicht, wie ein inaktives Gehirn dazu überhaupt in der Lage ist.

Für die visuellen und auditiven Eindrücke machen Skeptiker erneut die ausgeschütteten Endorphine verantwortlich, die dann ähnlich wie bewusstseinsverändernde Drogen Halluzinationen bei der sterbenden Person erzeugen. Diese Eindrücke stellen ihrer Ansicht entsprechend also keinen Einblick in ein mögliches Leben nach dem Tod dar, sondern sollen lediglich den Betroffenen beruhigen. Warum aber viele Sterbende die gleiche Halluzination erleben, beispielsweise den Lebensrückblick, können die Experten, die dem Jenseits skeptisch gegenüber stehen, nicht erklären.

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Unentschieden in der Diskussion über ein „Leben nach dem Tod“

Abschließend ist natürlich weder die Existenz noch die Nicht-Existenz eines Jenseits und damit die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod beweisbar. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass die Menschheit eventuell nie in der Lage sein wird, die Frage nach einem Leben nach dem Tod vollumfänglich und mit Bestimmtheit zu beantworten. Wir müssen wieder lernen zu hoffen und zu glauben. Wenn wir die Existenz eines Jenseits wissenschaftlich beweisen können, ist es nicht mehr nötig an ein Leben nach dem Tod zu glauben. Denn dann wären wir uns doch seiner sicher. Und würde diese Sicherheit die irdische Welt nicht in Chaos stürzen?

Ich für meinen Teil glaube zumindest ganz fest an die Weiterexistenz der menschlichen Seele. Ich bin mir im Rahmen meiner Glaubensüberzeugungen sicher, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Irgendwann treffen wir unsere Liebsten wieder. Bis dahin wachen sie über uns beschützen und begleiten uns von einer Welt aus, die für uns meistens nicht fassbar ist, aber dennoch real ist. Jeder sollte für sich ganz allein entscheiden, ob er an ein Leben nach dem Tod glauben möchte. Aber diejenigen die sich dagegen entscheiden, sollten den Befürwortern ihre Hoffnung nicht nehmen und sie nicht für ihren Glauben verurteilen. Dieses gilt natürlich auch umgekehrt.

Leztlich verspricht der Glaube an ein Leben nach dem Tod Hoffnung, Zuversicht und Frieden.

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