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Wenn man zur Geisel einer Depression wird

 

ES FÜHLT SICH SCHRECKLICH AN. Diese Depression, diese dunkle Leere die mich von innen heraus auffrisst. Unaufhörlich nagt sie an mir und hinterlässt ein schwarzes Loch. Ein Loch das immer größer und bedrohlicher wird. Ein Loch das lebendig zu werden scheint und sich mit der dreckigen Kloake der Hoffnungslosigkeit anfüllt. Immer weiter, bis diese über die Ränder des Loches tritt und meine Seele vollständig überflutet.

Ich gerate angesichts der Fluten ins Wanken, stürze zu Boden, meine Kraft reicht nicht um wieder aufzustehen. Also bleibe ich dort im Unrat meiner Seele, meiner Gedanken liegen und warte. Nein. Ich warte nicht. Denn selbst dazu fehlt mir die Kraft und der Antrieb. Ich verharre dort in der Gosse meines inneren Selbst. Scheinbar dem Schicksal unterlegen, ergeben und wehrlos gegen meine eigenen Gedanken, gegen meine Überzeugungen. Ein Monster angespornt von der Depression wittert den Gestank des Verderbens und kommt mir in kreisenden Bewegungen immer näher. Mir ist es beinahe egal. Hoffentlich lässt es sich nicht allzu lange Zeit. Denn dann ist es endlich bald vorbei. Wenn man zur Geisel einer Depression wird weiterlesen